Helmut Krausser: Die letzten schönen Tage
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Kati, Serge und David – das ist eine Dreiecksgeschichte, die immer mehr in den Strudel von Serges Psychosen und Katis Helfersyndrom gerät – bis schliesslich ausgerechnet der Hedonist und Frauenheld David die Zeichen erkennt und klug agiert. Doch was hat das Mädchen Becky in der Geschichte zu suchen? Und wer sind Lisbeth und Jule, die beiden älteren Damen, die ihr Glück so leichtsinnig verspielen?
30er Jahre in Texas: Der elfjährige Harry, seine kleine Schwester Tom und der Hund Toby finden eine grausam zugerichtete Frauenleiche. Als Schwarze und Prostituierte war sie weniger wert als eine Fliege an der Wand, finden die meisten Bewohner des Dorfes. Doch der Vater der Kinder und Sheriff ist damit nicht einverstanden. Bei der Suche nach dem Mörder gerät er ins Fadenkreuz der Rassisten.
Hanna ist vierzehn. 1938 arbeitet sie auf einem Landwirtschaftsbetrieb einer zionistischen Jugendorganisation, muss nach Dänemark flüchten, wird dort gefangen und mit ihren Freundinnen nach Theresienstadt deportiert. Der Roman erzählt eine Geschichte von Hass und Verfolgung, aber auch von Freundschaft, dem kleinen Glück in tiefster Verzweiflung und von der Schwierigkeit, zu den Überlebenden zu gehören. Ein Jugendroman, den man nicht so schnell vergisst und ein eindrücklicher Bericht über das Lager Theresienstadt.
So lange Bücher von Martha Gellhorn erscheinen, so lange werde ich Sie damit traktieren: Jedes ist eine Perle. Im Neuesten beschreibt sie fünf Höllenfahrten. Gefahren gross wie Elefanten oder klein wie Tsetse-Fliegen, tückisch wie sowjetische Spitzel oder plump wie japanische Kampfbomber stellen Gellhorns Reiselust auf eine harte Probe.
…oder was – wenn Gott Schweizer wäre. In seinen Essays und Geschichten geht Lötscher mit eiskalter Präzision auf die eidgenössischen Schwächen los, wischt das selbstgefällige Grinsen von den Gesichtern und lässt lautes Lachen erschallen: gesundes Lachen über sich selbst und die eigenen Unzulänglichkeiten. Sollte es eine Pflichtlektüre für Einbürgerungswillige geben – hier wäre sie.
Die Liebe zwischen der scharfzüngigen Louise und dem unsicheren Léon wird von den Wirren des 20. Jahrhunderts durchgeschüttelt. Wir ahnen es: Sie wird sich eines Tages erfüllen. Aber die Umwege sind mannigfaltig. Ein verirrter Sprengsatz, ein verliebter Gemeindepräsident, 2000 Tonnen Gold, fünf Kinder – um nur einige zu nennen.
Das Projekt, eines Tages eine Zeitung zu machen, die an jedem der folgenden Tage gültig ist, startet Langley kurz nach seiner traurigen Heimkehr von den Schlachtfeldern des 1. Weltkriegs. Am Ende seines Lebens ist die Villa an der Fifth Avenue vollgestopft mit den Zeitungen des Jahrhunderts. Die Brüder geben ihr Bestes, nichts mit der Welt zu tun zu haben, aber New York klopft immer wieder an die Haustür.
Allmen hat das “von” vor seinem Namen streichen lassen, denn erst so kommt es richtig zur Geltung. Er ist ein Feingeist und Lebemann, ein grosszügiger Bonvivant und diskreter Liebhaber – aber unentwegt Pleite. Einer ordinären Arbeit nachzugehen, käme für Allmen nie in Frage. Aber fünf zauberhafte Jugendstil-Schalen bringen ihn und sein Faktotum Carlos auf eine Geschäftsidee: eine Firma für die Wiederbeschaffung von schönen Dingen. Die Geburt eines ungewöhnlichen Ermittlerduos und der Start einer wunderbaren Krimiserie.
Grosse Ferien, grosse Langeweile. Da klauen zwei 14-jährige Jungs einen Lada und fahren damit durch Brandenburg und weiter. Ungefähr in Richtung Süden, sofern man das sagen kann, wenn man keine Karte und keinen Kompass hat und den Trick mit der Armbanduhr längst vergessen. Zu verlieren haben Maik und Tschick längst nichts mehr. Und gewonnen haben sie – trotz ziemlichem Ärger mit der Polizei – zuletzt irgendwie doch: Ihre Freundschaft und das Abenteuer ihres Lebens.
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